KinderKinder und die Kinderrechte

Kinder haben Rechte! Aufgeschrieben wurden sie vor 25 Jahren von den Vereinten Nationen und viele Länder haben sie unterzeichnet. Der Weltkindertag wurde erfunden, um Eure Rechte zu feiern und sie bekannter zumachen. Und auch KinderKinder will bei der Verbreitung der Kinderrechte helfen - deswegen gibt es auch das Weltkinderfest, jedes Jahr am Sonntag vor dem Weltkindertag. Dort gibt es viele Aktionen zu den Kinderrechten, unter anderem unsere Kinderrechte-Rallye.

Einen Überblick über die Kinderrechte könnt Ihr aber auch hier schon bekommen.

Unser Illustrator Andreas Röckener hat die zehn unserer Meinung nach wichtigsten Rechte für Euch illustriert:

 

Dein Recht auf elterliche Fürsorge © Andreas RöckenerDein Recht auf elterliche Fürsorge

Jedes Kind hat ein grundlegendes Recht auf Fürsorge, das ein möglichst konstantes familiäres Umfeld sowie kontinuierliche Erziehung sicherstellen soll. Nach Möglichkeit sollten die Eltern gemeinsam für die Erziehung und Entwicklung ihres Kindes verantwortlich sein. Falls dies aus irgendeinem Grunde nicht möglich ist, hat das Kind ein Recht darauf, dass der Staat für eine angemessene Alternative sorgt, wie beispielsweise die Aufnahme in eine Pflegefamilie, Adoption oder Unterbringung in einer kindgerechten Betreuungseinreichtung.
Im Mittelpunkt sollte hierbei immer das Wohl des Kindes stehen!

Dein Recht auf Bildung © Andreas RöckenerDein Recht auf Bildung

Das Recht auf Bildung garantiert jedem Kind eine elementare Grundbildung, die unter anderem durch eine für Kinder geltende Schulpflicht sichergestellt werden soll. Außerdem verpflichten sich die Staaten, die die Kinderrechtskonvention anerkennen, den Schulbesuch unentgeltlich zu ermöglichen und somit allen Kindern, unabhängig von ihrer sozialen Lage, die gleiche Chance auf Bildungszugang zu gewähren.
Darüber hinaus haben sich diese Staaten gemeinsam dem weltweiten Kampf gegen Analphabetismus verschrieben. Lesen und schreiben zu lernen mag für uns in Deutschland ganz selbstverständlich sein, in vielen Ländern ist es das aber leider nicht. Dafür muss noch viel getan werden!

Dein Recht auf Gesundheit © Andreas RöckenerDein Recht auf Gesundheit

Die UN-Kinderrechtskonvention besagt im Originalwortlaut, dass jedes Kind ein Recht auf »das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit« hat. Damit ist zum Beispiel gemeint, dass jedes Kind ein Recht auf ärztliche Behandlung in einer Praxis oder im Krankenhaus, auf Gesundheitsfürsorge und auf gesundheitliche Aufklärung hat. Dies soll unter anderem über Sozialversicherungen sichergestellt werden. Krankheiten sowie Unter- oder Fehlernährung sollen im Rahmen einer »gesundheitlichen Grundversorgung« (Bereitstellen von Nahrungsmitteln und Medikamenten, leicht zugänglicher medizinischer Technik) bekämpft werden. Besonders für Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern ist dies ein sehr wichtiges Recht, das noch viel stärker verwirklicht werden muss.

Dein Recht auf Meinungsfreiheit © Andreas RöckenerDein Recht auf Meinungsfreiheit

Das Recht auf Meinungsfreiheit bezieht sich auf zwei wichtige Aspekte: 

Zum einen geht es natürlich darum, dass jeder das Recht haben sollte, seine eigene Meinung zu vertreten. Genauso wichtig ist aber auch, das jedem (Kind) die Möglichkeit gegeben wird, sich diese Meinung auch frei zu bilden. Hiermit ist das Recht auf freien Zugang zu Informationen und Gedankengut aller Art gemeint. Auch über Staatsgrenzen hinweg!

Dein Recht auf Gleichberechtigung © Andreas RöckenerDein Recht auf Gleichberechtigung

Jedes Kind hat die selben Rechte, ganz gleich woher es kommt, welche Hautfarbe oder Geschlecht es hat, welche Sprache es spricht, ob es mit oder ohne Behinderung auf die Welt gekommen ist, welcher Religion es angehört, ... . Es gibt tausend Dinge, in denen wir uns von einander unterscheiden können, aber eines ist trotzdem für alle Kinder gleich: Das Recht auf Schutz vor Diskriminierung – das Recht auf Gleichberechtigung.

 

Dein Recht auf Schutz im Krieg © Andreas RöckenerDein Recht auf Schutz im Krieg

Kindern im Krieg oder auf der Flucht vor Krieg werden von der UN-Kinderrechtskonvention besondere Rechte eingeräumt: Zum einen ist es sehr wichtig, dass kein Kind dazu gezwungen werden darf, als Kindersoldat aktiv in einem Krieg oder Bürgerkrieg mitzukämpfen! Zum anderen sichern alle Länder, deren Regierungen diese Konvention unterschrieben haben, zu, einem Flüchtlingskind Schutz zu gewähren. Es darf nicht in sein Heimatland und somit in den Krieg zurück geschickt werden. Sollte ein Kind auf der Flucht von seinen Eltern getrennt worden sein, ist alles für eine Familienzusammenführung zu tun. Wichtig ist außerdem, dass ein Flüchtlingskind in dem Land, in dem es sich aufhält, genau die selben Rechte hat wie jedes andere Kind.

Dein Recht auf gesunde Ernährung © Andreas RöckenerDein Recht auf gesunde Ernährung

Jedes Kind hat ein Recht auf einen »angemessenen Lebensstandard«. Eine der wichtigsten Grundlagen hierfür ist wohl die gesunde Ernährung.
Denn wer nicht genug isst oder trinkt, der kann auch nicht richtig wachsen, denken, spielen, lernen oder toben.

Mit der Anerkennung der Kinderrechtskonvention haben die unterzeichnenden Staaten zugesichert, für die Bereitstellung von ausreichenden vollwertigen Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser zu sorgen, um diese Lebensgrundlage für alle Kinder zu gewährleisten.

Dein Recht auf gewaltfreie Erziehung © Andreas RöckenerDein Recht auf gewaltfreie Erziehung

Wie jeder Mensch hat auch jedes Kind ein Recht auf »Unversehrtheit«. Dieses Recht gehört zu den grundlegenden Menschenrechten und ist in Deutschland im Grundgesetz verankert. 

Damit geht einher, dass ein Kind durch niemanden, insbesondere nicht durch Respekts- und Autoritätspersonen wie Eltern oder Lehrer, mit Gewalt bestraft oder zu irgendetwas gezwungen werden darf. Ein Kind ist vor jeder Form von körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung genau wie vor Vernachlässigung oder Ausbeutung zu schützen! 

Dein Recht auf Spiel und Freizeit © Andreas RöckenerDein Recht auf Spiel und Freizeit

Gerade für Kinder ist es wichtig, sich ausprobieren zu können und Neues zu lernen und zu erleben! Darum ist auch das Recht auf Spiel und Freizeit ein besonders wichtiges Recht.

Denn auch wenn es für uns in Deutschland selbstverständlich sein mag, sich nachmittags mit Freunden zu treffen, zum Sport zu gehen oder Musikunterricht zu nehmen, sieht das in anderen Teilen der Welt leider ganz anders aus: Viele Kinder müssen von klein auf arbeiten, damit ihre Familien überleben können, und haben keine Chance, solche Dinge zu unternehmen. 

Dein Recht auf Kultur und Kunst © Andreas RöckenerDein Recht auf Kultur und Kunst

Durch das Recht auf Kultur und Kunst soll jedem Kind die Freiheit auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben garantiert werden.

Das Erleben von Kunst und Kultur ist enorm wichtig für die Entwicklung eines Kindes.
Deshalb sollen gerade kindgerechte und auf Kinder zugeschnitte Kulturprogramme in besonderem Maße gefördert werden.